Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem – Militärische Eskalation mit Ansage | Monitor | Das Erste | WDR

Mehr als 58 Tote bei Protesten im Osten von Gaza-Stadt

Am 14.05.2018 weihten die USA ihre neue Botschaft in Jerusalem ein – ein Ereignis, das wie zu erwarten bei vielen Palästinensern Protest auslöste. Östlich von Gaza-Stadt starben laut Angaben der Medien mehr als 58 Menschen, hunderte wurden schwer verwundet. Die Verlegung der US-Botschaft von Tel-Aviv nach Jerusalem ist völkerrechtlich bedenklich. Wir veröffentlichten einen Artikel der schweizerischen Nachrichtenplattform Infosperber zu dem Thema in unserer Gastkolumne.

Was sich am 14. Mai am Zaun östlich von Gaza-Stadt abspielte, ruft den Anfangsverdacht eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit auf die Agenda. Die vorsätzliche Tötung im Rahmen eines „ausgedehnten oder systematischen Angriffs gegen die Zivilbevölkerung“ ist nach Artikel 7 Abs. 1 Buchst. a des Römischen Statutes strafbar. Ein Angriff gegen die Zivilbevölkerung ist eine Verhaltensweise, die in Ausführung oder zur Unterstützung der Politik eines Staates oder einer Organisation dient.  Die „Vertreibung oder zwangsweise Überführung der Bevölkerung“ fällt ebenfalls unter den Straftatbestand der Verbrechen gegen die Menschlichkeit gemäß Artikel 7 Abs. 1 Buchst. d. Der Einsatz von Munition seitens israelischer Scharfschützen, die spezielle Lochwunden beim Eintritt in den menschlichen  Körper verursacht, wirkte besonders barbarisch.

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Ken Jebsen: 73 Jahre Kriegsende – Ich bin nicht friedlich!

Ken Jebsen hielt am 9. Mai 2018 eine beeindruckende Rede im Treptower Park, Berlin. KenFM berichtete wie folgt:

„Am Ende des zweiten Weltkrieges gab es in jeder russischen Familie mindestens ein Opfer des Naziregimes. Bis heute sind die 27 Millionen Toten fester Bestandteil der Erinnerungskultur im heutigen Russland. Jungverheiratete Ehepaare besuchen immer auch ein Kriegsdenkmal. Der 9. Mai, das für Russland offizielle Ende des zweiten Weltkrieges, gehört zu den bedeutensten Feiertagen im Jahr. Auch in Berlin treffen sich alljährlich am 9. Mai russischstämmige Menschen im Treptower Park, um am sowjetischen Ehrenmal den Toten zu gedenken und an den Untergang Nazideutschlands zu erinnern. In diesem Jahr initiierten die Macher des PaxTerraMusica-Festivals eine Bühne, um auch deutschen Friedensaktivisten eine Möglichkeit zu geben, dem Tag zu gedenken. Im Rahmen dieser Friedensdemonstration für Frieden mit Russland und allen Nationen sprachen Dr. Wolfgang Bittner, Gaby Weber, Owe Schattauer und Ken Jebsen.“

 

English Channel

Meet Tarek Loubani, the Canadian Doctor Shot by Israeli Forces Monday While Treating Gaza’s Wounded

https://democracynow.org

„As Palestinians vow to continue protesting against the Israeli occupation of Gaza, we speak to a Canadian doctor who was shot by Israeli forces in both legs Monday while he was helping injured Palestinians. Israeli forces shot dead at least 61 unarmed Palestinian protesters taking part in the Great March of Return Monday, including one doctor. Canada, Britain, Germany, Ireland and Belgium have called for an investigation into the killings. The United Nations Human Rights Council has announced that it will hold a special session Friday to discuss escalating violence in Gaza. We speak with Dr. Tarek Loubani, an emergency room medical doctor, one of 19 medical personnel shot in Gaza on Monday. Loubani is an associate professor at Western University in London, Ontario. He is a Palestinian refugee and a member of the Glia Project creating open-source medical devices for low-resource settings.“

© der-demokratieblog.de | Dr. Elmar Widder